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1940 wurden die Thürer Wiesen zum Landschaftsschutzgebiet
erklärt, weil dieses Feuchtgebiet zahlreichen wertvollen
Pflanzen und Tieren Lebensraum gab. Dieser Schutzstatus wurde
Ende der 60er Jahre durch die Bezirksregierung Koblenz vom
grünen Tisch aus ersatzlos gestrichen. Anfang der 70er Jahre
bemühten sich die Landwirte von Thür und der Bauernverband um
die Trockenlegung des feuchten Gebietes. Die DBV Ortsgruppe
Mayen und Umgebung heute NABU versuchte damals durch
entsprechende Schreiben an die Behörden, dieses wertvolle Biotop
zu erhalten, besonders auch deswegen, weil 6-8 ha Schilffläche
den Wert des Feuchtgebietes noch erhöhten. Leider waren diese
Bemühungen damals vergebens. 1972 bis 1974 wurde eine
Bachbegradigung mit einer Tieferlegung des
Bachbettesdurchgeführt, die zu einer vollständigen Vernichtung
der Schilfflächen und der Feuchtwiesen führte. Nach dieser
Maßnahme begangen die Landwirte, die Flächen umzubrechen, zu
pflügen und mit Getreide zu bestellen. Der Baumbestand ,der
überwiegend aus alten Weiden, Erlen und Eichen bestand, wurde
von der Bezirksregierung erfasst und durfte nicht entfernt
werden. Jedoch wussten auch hier findige Köpfe einen Weg. Hohle
Bäume wurden mit Stroh und Benzin gefüllt, angezündet und von
innen her so geschwächt, das der nächste starke Wind sie umwarf
und nun die Reste des Baumes entfernt werden durften. Nach
Aussage eines Beamten der Bezirksregierung ist der Baumbestand
wohl etwa zu 50% vernichtet worden. Ende der 70er Jahre begann
aber wieder eine zunehmende Versumpfung der angelegten Felder.
Ende 1984 war der Zustand so, das über 50% der ehemaligen Thürer
Wiesen wieder so stark versumpft waren ,das eine Bearbeitung
unmöglich war. Schilf, Rohrkolben,
Wasserschwertlilien und andere Wasser- und Sumpfpflanzen hatten
sich wieder angesiedelt. Wasserralle, Kiebitz, Teichrohrsänger, Rohrammer und Sumpfrohrsänger waren wieder als Brutvogel anzutreffen. Wechsel, Kreuz- und Erdkröten laichten wieder in den Tümpeln, und zahlreiche Insektenarten waren wieder zu beobachten. Das Feuchtgebiet hatte gegenüber früherer Zeit noch an Wert gewonnen, da durch Ausbimsung von Feldern in diesen Gruben ca. 3 ha offene Wasserfläche entstanden waren. Da im Frühjahr 1985 die Gefahr bestand, das durch Auffüllen diese Wasserflächen vernichtet werden könnten und auch Bestrebungen über eine erneute und verbesserte Trockenlegung im Gespräch waren, stellte die DBV Ortsgruppe Mayen und Umgebung im Frühjahr 1985 den Unterschutzstellungsantrag als Naturschutzgebiet für die Thürer Wiesen. 1987 wurden 26 ha der Thürer Wiesen als Naturschutzgebiet ausgewiesen.(aus: Naturschutz in Rheinland-Pfalz Dezember 1983)
Dieses kleine Paradies hat sich seitdem zu einem Anziehungspunkt für viele Ornithologen entwickelt Ammern, Rohrsänger Flußregenpfeifer, Eisvogel, Kiebitz und viele Limikolen sind anzutreffen. Mit etwas Glück kann man auch Fischadler, Nachtreiher, Purpurreiher, Spieß und Löffelente beobachten.
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Schwarzkehlchen
Kormoran
Bruchwasserläufer
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