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Der Zaunkönig (Troglodytes troglodytes)
Zaunkönige
leben im Dickicht von Wäldern, Gärten und Parks. In der offenen
Kulturlandschaft ist er nur anzutreffen, wenn zumindest einzelne
Gehölze Schlupfwinkel bieten. Zum bevorzugten Lebensraum gehören
Bachauen mit frei gespültem Wurzelwerk und deckungsreichen
Schling- und Kletterpflanzen. Obwohl die meisten Zaunkönige in
strukturreichen Wäldern siedeln, werden hohe Revierdichten auch
in Städten und Dörfern gefunden. Dies unterstreicht einmal mehr,
wie wichtig es ist, gerade auch im Siedlungsraum gezielt für
Lebensräume zu sorgen, indem man beispielsweise einen
naturnahen, möglichst verwilderten Garten anlegt Der Zaunkönig
ernährt sich ausschließlich von tierischer Nahrung: Spinnen,
Weberknechte, Motten, Fliegen und andere Insekten sowie deren
Eier und Larven stehen auf seinem Speiseplan. Seine Beute sucht
er vor allem in Bodennähe, im Wurzelwerk und Reisig. Sein
kleiner, spitzer Schnabel erlaubt ihm bei der Nahrungssuche auch
in kleinste Ritzen und Fugen vorzudringen. Das Zaunkönigmännchen
baut in der Regel gleich mehrere kugelförmige Nester. Sie
richtet die zukünftige Kinderstube dann mit dem richtigen,
ausgepolsterten Innenleben aus Moos, Federn, oder Haaren ein.
Oft liegen die Zaunkönignester in Wurzeltellern umgestürzter
Bäume oder in ausgewaschenen Wurzelstöcken an Bachufern,
manchmal findet man sie auch zwischen Holzbalken und selbst in
ausgedienten Konservendosen. Einmal im Jahr zwischen Ende April
und Anfang Mai legt die Zaunkönigin fünf bis acht winzige Eier.
Zaunkönig-Eier wiegen weniger als 1,4 Gramm und sind gerade
einmal 17 mal 12,5 Millimeter groß. Das Brutgeschäft, das
zwischen 14 und 18 Tagen dauert, übernimmt allein das Weibchen.
Nachdem die Jungen 10 bis 12 Tage lang im Nest gefüttert wurden,
verlassen sie gemeinsam das Nest und bleiben noch einige Zeit
als Familienverband zusammen. |
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Fotos: J. Drefs K. H. Euskirchen |