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Der Wendehals (Jynx torquilla) Vor allem der Verlust an natürlichen Lebensräumen wie Auwäldern, lichten Laub- und Kiefernwäldern sowie Streuobstwiesen haben dazu geführt, dass der Wendehals heute auf der Roten Liste der gefährdeten Vogelarten Deutschlands stehtSeine Nahrung sind überwiegend Insekten - hauptsächlich am Boden. Besonders während der Brutzeit ist er unermüdlich auf der Suche nach Wiesen- und Wegameisen, deren Larven und Puppen. Haben die Ameisen aufgrund nasskalter Witterung ihre Puppen tief im Inneren ihrer Bauten gelagert, muss der Wendehals auf Blattläuse, kleine Käfer, Schmetterlingsraupen und Spinnen ausweichen. Mitte April bis Anfang Mai kehrt der Wendehals aus seinem afrikanischen Winterquartier zu uns zurück. Er ist ein Höhlenbrüter, der aber nicht selber baut, sondern auf Spechtlöcher, natürliche Baumhöhlen, Nistkästen oder andere Höhlenangebote angewiesen ist. Etwa Mitte Mai beginnt das Weibchen mit der Ablage von 7 bis 10 weißen Eiern, die 12 bis 14 Tage bebrütet werden. Nach 20 bis 22 Tagen verlassen die Jungen die Bruthöhle, wobei sie häufig noch bis zu 14 Tage außerhalb der Höhle von den Altvögeln gefüttert werden. Zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen zählen die Erhaltung einer reich strukturierten Kulturlandschaft, die Wiederherstellung und Erhaltung extensiv genutzter Weiden und Streuobstwiesen, die Extensivierung forstwirtschaftlicher Nutzung, Maßnahmen zur Ansiedlung und Sicherung von Ameisenvölkern, sowie die Reduktion des Düngemittel- und Biozideinsatzes. |
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Fotos: J. Drefs |