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Der Wanderfalke (Falco peregrinus)
Der Wanderfalke jagt fast ausschließlich fliegende Vögel im
freien Luftraum, entweder von einer erhöhten Sitzwarte aus oder
aus hohem Kreisflug. Zu seiner Beute zählen besonders
Haustauben, Stare, Drosseln, Feldlerchen, Buchfinken und
Rabenvögel. Mitteleuropäische Brutpaare sind Standvögel, die
auch den Winter über in ihrem Revier bleiben. Außerhalb der
Brutzeit ist der Wanderfalke in fast allen Landschaftsformen zu
finden, vorzugsweise jedoch über offenem Gelände und an
Gewässern mit reichem Vogelleben. Zum Brüten ist er auf steile
Felswände, Steinbrüche oder hohe Gebäude angewiesen. Auch Baum-
und Bodenbrüter-Populationen sind nachgewiesen. In jedem Fall
muss ein freier Anflug des Brutplatzes gewährleistet sein.
Ab Mitte März ist Legebeginn. Ein Wanderfalken-Gelege besteht
häufig aus 2 bis 4 Eiern. Nach 29 bis 32 Tagen schlüpfen die
Jungen, die anschließend ca. 10 Tage gehudert werden und
insgesamt 35 bis 42 Tage am Nest bleiben. Ende Juli bis Anfang
August löst sich der Familienverbund auf.
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Fotos: K. H. Euskirchen |