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Der Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus)

Als streng an Schilf und andere Röhrichte gebundene Vogelart steht der Teichrohrsänger für eine ganze Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren, die vor allem durch Entwässerungsmaßnahmen und Uferverbauung der Gewässer bedroht ist.  Der Teichrohrsänger ist etwa 13 cm groß und 12 g schwer. Die Oberseite seines Gefieders ist einfarbig rötlichbraun, die Unterseite grauweiß. Er ist leicht mit seinem Verwandten, dem Sumpfrohrsänger, zu verwechseln. Charakteristisch für den Teichrohrsänger ist sein Verhalten im Schilf: statt zu fliegen, klettert er meist geschickt auf und ab oder hüpft von einem Halm zum anderen. Der Teichrohrsänger ernährt sich von kleinen Insekten, Spinnen und Schnecken aus dem Röhricht und der angrenzenden Gebüschzone.
Der gut getarnte Teichrohrsänger ist eng an vertikale Strukturelemente des Röhrichts gebunden und bevorzugt dichte Schilf-Biotope. Ende April kehren die ersten Vögel aus ihren südlich des Äquators gelegenen Winterquartieren zurück. Bald darauf baut der Rohrsänger sein fein gewebtes Nest, das an mehreren Röhrichthalmen aufgehängt ist. Die Brutzeit dauert von Ende Mai bis in den August und beginnt mit der Ablage von meist 4 Eiern. Die Bebrütung und die Nestlingszeit ist mit jeweils 9 bis 12 Tagen relativ kurz. Trotzdem entstehen oft hohe Brutverluste so dass oft mehrere Nachgelege erfolgen.

 

 

Fotos: K.Bittner

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