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| Der Haussperling (Passer domesticus ) lebt mit dem
Menschen in Dörfern und Städten aller Größenordnungen. Voraussetzung
ist, dass ganzjährig Sämereien und Getreideprodukte, sowie Nischen
und Höhlen an Gebäuden vorhanden sind. Optimal sind Dörfer mit
Landwirtschaft, Vorstadtbezirke, Gartenstädte, Stadtzentren mit
großen Parkanlagen.
Mitte bis Ende April beginnt die Brutsaison. Nicht selten bringt es der Haussperling auf drei oder sogar vier Bruten pro Saison. Meist baut er sein einfaches Nest in Nischen oder Höhlen, vorzugsweise an Gebäuden oder in Baumhöhlen. Der Spatz lebt gesellig und brütet gerne in Gemeinschaft mit anderen Paaren. Nach 11 bis 13 Tagen schlüpfen zwischen vier und sechs Junge aus den Eiern. Ein Rückgang lokaler Bestände ist auf fehlende
Nistmöglichkeiten in und an Gebäuden, vor allem unter Dächern,
zurückzuführen. Gebäudesanierungen verhindern leider sehr oft, dass
Sperlinge weiterhin eine Brutnische finden können. Zunehmender
Nahrungsmangel kommt hinzu, verursacht durch den Rückgang von
Kleintier- und Pferdehaltung, durch Intensivierungen in der
Landwirtschaft wie saubere Dreschmethoden, sofortigen Umbruch von
Stoppelfeldern, Pestizidausbringung, aber auch naturfern gestaltete
und daher artenarme Gärten. Durch die Versiegelung der Landschaft
fehlen außerdem Plätze für die bei den Spatzen so beliebten
Staubbäder. |
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| Fotos:K.H.Euskichen |