zurück

             

Die Rauchschwalbe ( Hirundo rustica )

Die bekannteste einheimische Schwalbenart erlebt seit Jahren einen schleichenden Bestandsrückgang. Als Kulturfolger leben Rauchschwalben vor allem im ländlichen Raum, wo sie Kuhställe und Scheunen zum Bau ihrer Nester aufsuchen. Gekippte Fenster, die Einlass in das Innere der Ställe bieten, sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich Rauchschwalben überhaupt ansiedeln können. Ihre Nahrung besteht überwiegend aus fliegenden Insekten. Nach Ankunft aus ihrem afrikanischen Winterquartier baut die Rauchschwalbe ihr Nest an eine senkrechte Wand im Gebäudeinneren, oder auch auf Vorsprüngen und Balken. Es besteht aus lehmiger Erdmasse, die mit Speichel durchsetzt und mit Grashalmen oder Haaren verstärkt wird. Rauchschwalben nisten - wie die verwandten Mehlschwalben - oft zu mehreren neben einander. Mitte April bis Juni legt das Weibchen 3-6  Eier und bebrütet es 12 bis 18 Tage. Nach 20 bis 24 Tagen fliegen die Jungen aus.

Größere Bestandsfluktuationen sind bei Rauchschwalben nicht selten, da sie auch immer wieder von Witterungsbedingungen stärker beeinträchtigt werden. Dennoch zeichnet sich besonders im landwirtschaftlich stärker entwickelten Westen Europas seit vielen Jahren ein schleichender Rückgang ab. Dieser ist in erster Linie auf zunehmenden Nistplatz- und Nahrungsverlust zurückzuführen. Dörfliche Strukturen gehen immer mehr verloren, kleinbäuerliche Betriebe geben auf. Hinzu kommt die Versiegelung der Landschaft, bei der sich besonders das Asphaltieren von Feldwegen negativ auswirkt, da hierdurch die für den Nestbau notwendigen Lehmpfützen fehlen. Regelmäßige Verluste durch direkte Verfolgung sind außerdem aus manchen afrikanischen Winterquartieren bekannt.

 

 

     

   

Fotos:K.H.Euskirchen

Haftungsausschluss

Impressum