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Der Mauersegler (Apus apus)
Der Mauersegler hat sich in Städten und Dörfern als ein echter
Kulturfolger angesiedelt, wo er unter den Dächern von Altbauten,
aber auch in anderen Gebäudenischen wie altem Gemäuer, geeignete
Wohnstuben findet. Dank dieser Anpassungsfähigkeit konnte sich
der rasante Flieger in der Vergangenheit zunächst gut vermehren.
Viele Nistplätze gehen heute jedoch durch Gebäudesanierungen
verloren. Mauersegler gehen ausschließlich in der Luft auf Jagd
nach Insekten und Spinnen, die sie gezielt anfliegen und fangen.
Dabei wird der Schnabel erst beim Zugreifen geöffnet. Sie jagen
nicht selten in großer Höhe von bis zu 3.000 Metern über der
Erde. Die Flughöhe schwankt mit dem Nahrungsangebot. Bei
schlechtem Wetter fliegen sie auch flach über dem Grund. In
Europa sind als Nahrungstiere Blattläuse, Käfer, Fliegen und
Hautflügler wie Bienen, Wespen oder Ameisen nachgewiesen worden,
in Afrika auch schwärmende Termiten. Um zu trinken, nehmen
Mauersegler in einem schnellen, geraden Gleitflug direkt von der
Gewässeroberfläche Wasser auf. Mauersegler sind
Langstreckenzieher, die südlich der Sahara überwintern und in
der Regel Ende April zu uns zurückkehren. Ihre Brutzeit
erstreckt sich bis Ende Juli. Es gibt nur eine Jahresbrut, aber
nach Gelegeverlust oft eine Ersatzbrut. Die Brutdauer ist
abhängig von klimatischen Bedingungen und variiert zwischen 18
und 25 Tagen. Mauersegler sind Höhlenbrüter an Gebäuden und
Felsen, seltener auch in alten Bäumen und Nistkästen. Das flache
Nest besteht vor allem aus Halmen, Blättern, Haaren, Federn und
ähnlichen leichten Materialien, welche die Mauersegler im Flug
aus der Luft aufsammeln und mit ihrem Speichel zusammenkleben.
Mauersegler legen meist zwei bis drei weiße Eier.
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