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Der Kuckuck ( Cuculus canorus ) Bevor man ihn sieht, hört man ihn. Sein markanter Ruf kennt jedes Kind. Mit dem Kuckucksruf markiert das Männchen sein Revier. Dabei sitzt er meist im oberen Drittel der Baumkrone. Seine Nahrung besteht aus Schmetterlingsraupen, Heuschrecken, Käfer und Libellen. Der Kuckuck ist ein Brutparasit. Zwischen Ende April und Anfang Juli legt ein Weibchen neun bis zwölf, manchmal bis zu 25 Eier. Liegt ein Kuckucksei im Nest, ist die Brut des Wirtsvogels verloren. Nach dem Schlüpfen schiebt der erst wenige Stunden alte Jungkuckuck nacheinander sämtliche Eier und die bereits geschlüpften Stiefgeschwister über den Nestrand und lässt sich alleine "bewirten". Seine Nestlingszeit beträgt - abhängig vom Wirtsvogel - 19 bis 24 Tage. Ab August zieht der Kuckuck in sein Winterquartier südlich des Äquators ab. Kuckucke sind unterschiedlichen Gefahren ausgesetzt. Geht die Zahl wichtiger Wirtsvogelarten zurück, wirkt sich das auch auf den Kuckuck aus. Darüber hinaus spielt das Nahrungsangebot eine große Rolle, das sich vor allem in der Agrarlandschaft verschlechtert hat. Schmetterlinge, Maikäfer und andere Großinsekten fallen der landwirtschaftlichen Intensivierung durch den Einsatz von Insektiziden und Herbiziden zum Opfer. |
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Fotos: J. Drefs |