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Der Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria)

Der etwa taubengroße Vogel mit seinem gelbbraunen bis graubraun gesprenkelten Gefieder ist gut getarnt. Nur im Frühjahr und während der Brutzeit trägt der Goldregenpfeifer sein kontrastreiches, unverwechselbares Prachtkleid: Stirn, Überaugenstreif und Kinn sind weißlich, Kehle, Unterhals, Brust- und Bauchmitte schwarz. Der Goldregepfeifer ernährt sich überwiegend von Insekten und deren Larven, Würmern, kleinen Schnecken und Spinnen. Auch Pflanzen, besonders Beeren, sind Nahrungsbestandteil. Beliebte Brutgebiete sind nasse Heiden, moorige Grasflächen und Hochmoore. Wichtiger Strukturfaktor ist eine geringe Vegetationshöhe. Zur Nahrungssuche begibt er sich auch auf angrenzende Weiden, Wiesen und Äcker. Nach Ankunft aus ihren Winterquartieren (Nordwest- und Mitteleuropa, Mittelmeerraum sowie Atlantikküste) gründen die Teil- bzw. Kurzstreckenzieher ihr Brutrevier. Sie bauen ihr Nest in einer Mulde auf offenem und trockenem Untergrund. Abhängig von der Zahl der Schneetage legt das Weibchen zwischen April und Juli meist 4 länglich kreiselförmige, hellbraune und dunkelbraun bis schwärzlich gefleckte Eier. Nach einer Brutdauer von 27 bis 30 Tagen sowie einer etwa zweiwöchigen Phase des Huderns, werden die Jungen mit 30 bis 33 Tagen endgültig flügge. Eine Jahresbrut ist die Regel, Ersatzgelege kommen vor. Der Goldregenpfeifer hat bis heute hauptsächlich unter der großflächigen Zerstörung seines Lebensraumes - den Mooren - gelitten. Entwässerung und industrieller Torfabbau, sowie Aufforstung und Nutzungs-Intensivierung haben seine Brutmöglichkeiten in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas stark eingeschränkt. Negative Einflüsse treten gebietsweise auch durch direkte Verfolgung und durch Störungen in Brutgebieten auf, wie im Zuge intensiver Freizeitnutzung.
 

 

 

 

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