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Der Große Brachvogel (Numenius arquata) Offene und feuchte - selten auch trockene - Flächen zählen zu den Brutplätzen des Großen Brachvogels, der ursprünglich wohl vor allem in Moorgebieten heimisch war. In Mitteleuropa ist er früher oft auf Streuwiesen anzutreffen gewesen, in den letzten Jahrzehnten dagegen je nach Bewirtschaftungsintensität auf Mähwiesen. Der Große Brachvogel ernährt sich überwiegend von Kleintieren, im Binnenland zum Teil auch von Pflanzen. Er frisst bevorzugt Wirbellose aus den oberen Bodenschichten und von der Oberfläche, wie Regenwürmer, Asseln, viele Insekten, kleine Mollusken, im Watt auch kleine Krebstierchen.Der Große Brachvogel baut sein Nest meist in niedriger Vegetation muldenförmig am Boden. Frühestens Ende März legt er 2 bis 5 Eier, die meist dunkler gefleckt sind. Die Bebrütung dauert 27 bis 29 Tage. Mit 5 Wochen sind die Küken flügge. Entscheidend für den gravierenden Bestandsrückgang des Brachvogels in den letzten Jahrzehnten ist die Verschlechterung oder Zerstörung geeigneter Bruthabitate. Dafür sind maßgeblich der Umbruch von Grünland und die Intensivierung der verbliebenen Grünlandbewirtschaftung verantwortlich. |
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Fotos: K. Bittner |